Blu-ray Bewertung:
Film:
Bild:
Ton:
Extras:
Fazit:
Blu-ray Technische Daten:

Format / Regionalcode:
Blu-ray
Code B

Video Auflösung:
Film
---1080p AVC MPEG-4
Extras
---1080p AVC MPEG-4

Bildformat:
2.38:1 (16:9)

Ton Formate:
DTS-HD Master Audio 5.1
---Deutsch
---Englisch

Untertitel:
Deutsch

Extras:

Versch. Trailer

Regie:
Cédric Jimenez

Darsteller:
Jason Clarke
Rosamund Pike
Jack O'Connell
Jack Reynor
Mia Wasikowska
Stephen Graham
Thomas M. Wright

Genre:
Biografie / Krieg / Drama

 
Review von Thomas Raemy
Aufgeschaltet am: 5.6.18

Cover-Artwork und Bilder © und Eigentum von Ascot Elite Home Entertainment
 
 
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'Die Macht des Bösen'
(Blu-ray Disc)
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Blu-ray Disc Review:
Die Macht des Bösen
Originaltitel: The Man with the Iron Heart / HHhH
Veröffentlichung: 9. Mai '18 (CH) 17. Mai '18 (D)
Studio / Verleih: Ascot Elite Home Entertainment
Produktionsjahr: 2017
Länge: 120 min.
Altersfreigabe: 16+
Artikel-Jump: Story | Bild | Ton | Extras | Kritik & Fazit


Hinweis: Bei dieser Blu-ray Disc handelt es sich um die Schweizerische Homevideo-Fassung von 'Die Macht des Bösen' (in der Schweiz im Vertrieb von Ascot Elite Home Entertainment). Inhaltliche und / oder qualitative Unterschiede zu der im restlichen deutschsprachigen Raum erhältlichen Blu-ray Disc Fassung (von NEW KSM) sind u.U. möglich.

Die Story:

Wie beseitigt man den Mann mit dem eisernen Herzen? Vor dieser Frage stehen Jozef (Jack Reynor) und Jan (Jack O’Connell), zwei
Widerstandskämpfer, die im Rahmen der Operation Anthropoid die Ermordung von Reinhard Heydrich (Jason Clarke) planen. Dieser, angetrieben von seiner Frau Lina (Rosamund Pike), einer glühenden Nationalsozialistin, ist als stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren für die Ermordung vieler Tausend Juden verantwortlich. In dem Wissen, dass jede Unvorsichtigkeit tödlich sein kann, planen Jozef und Jan das Attentat. Doch die Nachricht einer geplanten Sabotage sickert bis zu Heydrich durch. Es beginnt ein Katz- und Maus-Spiel ...

Das Bild:

Video Auflösung / Codierung: 1080p / AVC MPEG-4
Aspect Ratio: 2.38:1 (16:9)

Schärfe:
85%
Kontrast:
85%
Detailzeichnung:
70%
3-D / HD-Effekt:
70%
Kompression:
0%


Bild-Kurzbewertung:
+ Positiv:
- Qualitativ sehr zufriedenstellendes Bild mit wenigen Mankos.
- In der Regel gute Schärfe und ebenso gute Detailzeichnung.
- Zufriedenstellende, nur selten eingeschränkte Kontrastwerte.
- Meist blasse und unterkühlte, aber dennoch natürliche Farben.
- Verschiedene Szenen mit solider Plastizität u. Tiefenwirkung.
- Negativ:
- Nur wenige (schlechter fokussierte) Aufnahmen wirken weicher.
- Gelegentlich minimaler Detailverlust in dunklen Bildbereichen.
- Schwarzwert selten etwas hell / Wenige Kompressionsartefakte.

Beim Bild von Cédric Jimenez' biografischem Kriegsfilm-Drama 'Die Macht des Bösen', im englischen Original als 'The Man with the Iron Heart' bekannt, hat man es mit einem meist scharfen Bild zu tun, das über eine ebenso überzeugende Detailzeichnung verfügt - lediglich vereinzelte (schlechter fokussierte) Aufnahmen wirken etwas weicher und undetaillierter.

Zusätzlich kommt es in vereinzelten dunklen Sequenzen bzw. Bereichen gelegentlich zu einem minimalen, aber nie allzu störend auffallenden, Detailverlust - wobei es am Kontrastverhältnis ansonsten nicht viel zu kritisieren gibt, auch wenn ab und zu auffällt, dass der Schwarzwert noch ein bisschen satter sein dürfte. Der vielfach dunkel gehaltene und farblich ein bisschen blass und unterkühlt, aber dennoch natürlich wirkende Film hat vielleicht keine übertriebene Plastizität und Tiefenwirkung zu bieten, aber es gibt dennoch verschiedene Aufnahmen bzw. Szenen, die in dieser Hinsicht noch ein bisschen ausgeprägter daherkommen. So kann bei diesem Bild nicht gerade von übermässigem, aber immerhin vorhandenem High-def Feeling gesprochen werden.

Wer genau hinsieht, der erkennt in einigen grösseren Farbflächen zwar minimale Banding-Kompressionsartefakte, aber da diese weitaus weniger als 5% der Präsentation ausmachen, fliesst diese kleine Schwäche in die Gesamtwertung nicht mit ein. Ein gutes 4 Sterne-Bild!



Der Ton:

Getestet: Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1

Der verlustfreie DTS-HD Master Audio 5.1-Mix von 'Die Macht des Bösen' kommt zwar nicht allzu räumlich, aber dennoch recht stimmig daher und überzeugt in den actionlastigeren Szenen mit einer sehr soliden und z.T. sogar recht direktionalen Räumlichkeit. Die Feindetailwiedergabe dürfte allerdings noch ein kleines bisschen ausgeprägter sein und der Subwoofer bekommt nicht übermässig viel zu tun. Der Knackpunkt stellt hier hauptsächlich die Balance dar, denn diese fällt nicht allzu optimal aus und lässt gerade die actionlastigeren Szenen ein bisschen laut klingen, während ruhigere Dialogszenen vielfach ein bisschen (zu) leise ausfallen können. Trotzdem bleiben die Dialoge in der Regel bestens verständlich und so reicht's dann auch für 4 Sterne.


Ausserdem sind auf dieser Blu-ray folgende Tonspuren enthalten:
DTS-HD Master Audio 5.1: Englisch

 
 
  Die Extras:
Auf Bonusmaterial, das auf die Entstehung des Films von Cédric Jimenez eingeht, muss bei der hier vorliegenden Blu-ray Fassung von 'Die Macht des Bösen' leider verzichtet werden, denn der Titel wird von Ascot Elite Home Entertainment in der Schweiz als sogenannte Bare-Bones-Edition in den Handel gebracht. So hat es auf diese Disc weder eine Making of-Doku oder ein sonstiges filmbezogenes Feature auf die Disc geschafft. Einzig drei zusätzliche Trailer, mit denen Ascot Elite Home Entertainment etwas Eigenwerbung macht, haben es auf diese Blu-ray geschafft.

Bleibt abschliessend positiv zu erwähnen, dass man sich bei diesem Titel keine Gedanken um das FSK-Logo machen muss, denn da es sich um einen spezifisch für den Schweizerischen Markt hergestellten Release handelt, ist der deutsche Jugendschutzvermerk für einmal nicht nötig.
 
 

Kritik & Unser Fazit:
Man könnte sagen, dass in der Brust von 'Die Macht des Bösen' zwei Herzen schlagen: Einerseits bekommt man es mit der Geschichte rund um den fast kometenhaften Aufstieg von Reinhard Heydrich innerhalb des Nazi-Regimes zu tun, andererseits mit der Geschichte rund um das Attentat auf seine Person - welche wiederum fast ausschliesslich aus der Perspektive der Widerstandskämpfer erzählt wird. So gibt es bei der Hälfte des Films von Regisseur Cédric Jimenez einen stilistischen Bruch und plötzlich findet man sich in einem tonal anderen Film wieder bei dem der von Jason Clarke gespielte SS-Obergruppenführer, der in die Geschichte als einer der Hauptverantwortlichen im Bezug auf die Endlösung einging, fast zur Nebenfigur wird.

Rein strukturell kann man diese Kehrtwendung der Erzählperspektive nicht gerade als elegant bezeichnen und so tut man sich als Zuschauer erstmal ein bisschen schwer, mit den Figuren der Widerstandsbewegung einigermassen warm zu werden - was dann erst zum Ende hin gelingt.

Keine Überraschung also, dass der Film keinen wirklichen Rhythmus findet und sich auch immer mal wieder ein paar Längen einschleichen. Dabei vergeudet Regisseur Jimenez anfänglich kaum Zeit und zeigt den Aufstieg Heydrichs auf geradezu rasante Art und Weise. Interessanter- oder besser gesagt kurioserweise bleibt seine vermeintliche Hauptfigur, vielleicht auch aufgrund von Clarkes leicht steifer Darstellung, relativ blass und eindimensional. Das gleiche lässt sich von seiner Ehefrau, die die treibende Kraft hinter Heyndrichs Nazi-Karriere war, nicht sagen - auch deshalb nicht, weil Rosamund Pike ihrer Figur etwas mehr Profil verleihen kann. Schade also, dass man auch von ihr in der zweiten Hälfte des Films nicht mehr viel zu sehen bekommt.

Dabei gibt es auch innerhalb des Widerstands das ein oder andere bekannte Gesicht, wie z.B. Mia Wasikowska, zu sehen, aber das Drehbuch gibt den Darstellern keine wirkliche Chance, die Figuren charakterlich etwas besser auszustaffieren. Dabei ist die eigentliche Geschichte nach wie vor hochinteressant und die visuell authentisch wirkende Umsetzung, die teilweise fast doku-dramatische Züge annimmt, lässt einen einige der inhaltlichen bzw. strukturellen Mankos des Films, der anscheinend ganz bewusst etwas weniger effekthascherisch als der thematisch verwandte 'Anthropoid' aus dem Jahr 2016 daherkommt, vergessen - zumindest teilweise. Zu guter Letzt sind einige gute Ansätze erkennbar, richtig überzeugen kann der Film aber nicht.

In technischer Hinsicht macht 'The Man with the Iron Heart', so der englische Originaltitel des alternativ auch als 'HHhH' bekannten Films, auf der hier vorliegenden schweizerischen Blu-ray Fassung von Ascot Elite Home Entertainment eine gute, wenn auch unspektakuläre Figur. So bekommt man eine qualitativ recht gute Bildpräsentation geboten an der es nur sehr wenig auszusetzen gibt und kann sich zudem über eine zufriedenstellende, aber nur vereinzelt etwas auffälligere Tonqualität freuen. Abstriche gibt's dafür bei den Extras, denn auf Hintergrund-

Infos zur Entstehung des Films oder den wahren Hintergründen muss man bei diesem Blu-ray Disc Release bedauerlicherweise komplett verzichten.

Mit der aus zwei verschiedenen Perspektiven bestehenden Erzählstruktur wollte man sich bei 'Die Macht des Bösen' von der Konkurrenz abheben. Das gelingt allerdings nur bedingt. Interessantes Thema, mittelmässig umgesetzt!

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Gesamt-Fazit:
 
Blu-ray Screenshots:
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Hinweis: Screenshots wurden als Full-HD Quelle (1920x1080 Pixel) gespeichert und sind lediglich zur besseren Internet-Darstellung auf 1280x720 Pixel verkleinert worden (inklusive einer leichten JPEG-Kompression). Es wurden keine Veränderungen an Schärfe, Kontrast oder an den Farben vorgenommen.
   
 
'Die Macht des Bösen'
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